Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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— Was ſoll aber das heißen, von Krug? Wa⸗ rum miſcheſt Du dich in Dinge, die Dich nichts angehen?— rief Ihre Gnaden, blutroth vor Zorn und ganz außer Stande, ihren Aerger länger zu⸗ rückzuhalten.

— Ja ſo, meine Süße, Du biſt es— man kann Dich, glaube ich, zu den untergeordneten Be⸗ griffsclaſſen rechnen, und darum ſei ſtill, meine Süße, während der Graf und ich den Hauptbegriff analyſiren.

— Biſt Du denn ganz verrückt geworden?— rief Ihre Gnaden.

— Hm, hm— möchte wünſchen, daß Du Schweigen beobachteſt, meine Süße.— Darauf wandte er wieder ſeine Blicke auf den Grafen.

— Sie verlangen alſo meine Einwilligung zur Verbindung mit meiner Tochter? Ich beſinne mich, daß es ſo war.

— Ja, Herr Profeſſor. Dieſe Einwilligung wird meine Zufriedenheit vermehren und mein Glück be⸗ ſtätigen.

— Jaha— ſehr möglich; ſollte glauben, daß es jetzt iſt, wie es ſein ſoll; in der richtigen Ord⸗ nung aufgeſtellt. Herr Graf, dieſe Einwilligung kann ich Ihnen nicht geben.

Dieſe Worte wurden nicht mit des Profeſſors gewöhnlicher Gelaſſenheit, ſondern mit klarer und beſtimmter Stimme ausgeſprochen.

Die Profeſſorin trat ein Paar Schritte zurück, als wenn ſie vom Donner getroffen wäre, und der Graf wurde bleich, fragte aber mit gedämpfter Stimme: