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Jetzt hatte der Profeſſor ſich vollkommen empor⸗ gerichtet, und ſtand aufrecht vor dem Grafen.
Er führte die rechte Hand über die Stirne, als wenn er etwas in ſein Gedächtniß zurückrufen wollte, und eine dunkelrothe Flamme lohte an ſeinen pergamentfarbigen Wangen empor, als die Profeſ⸗ ſorin mit ihrer zurechtweiſenden Stimme ſagte:
— Ich kann nicht einſehen, warum der Graf es nöthig haben ſollte, ſich an Dich zu wenden, da er von mir das Verſprechen der Hand meiner Tochter erhalten. 3
Dieſe Worte ſchienen die Erinnerung, welche nur dunkel der Seele des Profeſſors vorgeſchwebt, geweckt zu haben; denn der Blick verlor wie durch ein Zau⸗ ber ſeinen zerſtreuten Ausdruck und haftete mit ruhigem Ernſt auf dem Grafen, während er, ohne ſeiner Frau zu antworten, zu dem ihm beſtimmten Schwiegerſohn ſagte:
— Ich wünſchte zu wiſſen, wie es kommt, daß der Graf ſich nicht an mich gewandt hat?
— Darum, Herr Profeſſor, weil Ihre Gnaden mir ſagten, daß der Profeſſor ſich nicht in Familien⸗ angelegenheiten miſche.
— Ja— ha, das iſt vielleicht wahr genug, aber — aber, der Graf hätte ſich nicht von— von— von meiner Frau leiten laſſen—— da der Graf nicht wiſſen konnte, was ich von der Sache denke. Man darf nie in einem Satz am Hauptbegriff vorübergehen, wenn man den Satz conſtruiren will. Sie wollen ſich alſo mit meiner Tochter verheirathen?
— Ja, wenn der Herr Profeſſor ſeine Einwilli⸗ gung zu der Verbindung mit dem Fräulein geben
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