Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Sollte er verſtändig genug ſein, ſich für Al⸗ bertinens Verbindung mit Graf Stormhjelm zu in⸗ tereſſiren, ſo daß er von ſeinen tollen Grillen er⸗ wacht iſt! dachte Ihre Gnaden.

Der Profeſſor, ein langer, magerer Mann mit gebeugter Körperhaltung, ging dem Grafen ent⸗ gegen.

Er blieb vor ihm ſtehen, ſchob die Brille näher an die Augen und betrachtete den jungen Mann mit inem kurzen, fremden Blick, worauf er ſagte:

Mit wem habe ich die Ehre zu ſprechen? Ich kann mich nicht erinnern, Sie, mein Herr, frü⸗ her geſehen zu haben.

Lieber von Krug, ſiel die Profeſſorin mit ihrer ſcharfen und befehlenden Stimme ein, Du biſt wirklich ſehr zerſtreut. Das iſt ja unſer künf⸗ tiger Schwiegerſohn, Graf Stormhjelm, den Du zum Pfarrer begleiten ſollſt, um ihn und unſere Tochter Albertine aufbieten zu laſſen.

Der Profeſſor drückte die Brille noch näher an die Augen, richtete ſich ein wenig auf und hu⸗ ſtete.

Jaha, ja ſo, meine Süße, ſehr möglich; aber ich kann mich nicht erinnern, daß der Graf bei mir um die Hand meiner Tochter angehalten hätte; auch habe ich nicht meine Ciwilligung gegeben. Kann mich gar nicht darauf beſinnen, daß ich es gethan.

Der Graf hat meine Einwilligung und iſt auf Grund derſelben mit meiner Tochter verlobt. Ganz richtig, will es nicht beſtreiten, hm, hm, jaha, ſo war es; die meinige dürfte indeſſen vonnöthen ſein, was ich nicht anders glauben kann.