Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Mann mit einander zu Graf D gehen und nach⸗ her Euch in ſeiner Geſellſchaft zum Paſtor begeben müßt, welcher um 11 Uhr zu treffen iſt.

Mit Mamas Erlaubniß dachte ich mich bei Ihnen zum Frühſtück einzuladen.

Du biſt mehr als willkommen. Um 10 Uhr Vormittags treffen wir uns alſo? Sie reichte ihm die Hand.

Warum habe ich heute Abend Albertine nicht zu ſehen bekommen?

Weil ſie bis Morgen Abend ungeſtört zu ſein wünſchte. Wir thun am Klügſten, ihr ihren Willen zu laſſen. Wenn erſt das Aufbieten in Ord⸗ nung gebracht iſt, dann wird auch ihr Benehmen ein ganz anderes; das prophezeihe ich.

Ich rechne in Allem auf Mamas propheti⸗ ſchen Blick.

Und darin thun Sie Recht.

Der Graf küßte ihre Hand und bot ihr Adieu; aber gerade als er gehen wollte, ſagte die Pro⸗ feſſorin:

Apropos, ich hörte heute Abend von einer Jüdin, einer Mamſell Israeli ſprechen. Kennen Sie dieſelbe? Was iſt das für ein Weſen?

Sie iſt eine Art Künſtlerin, das heißt ſie zeichnet auf Stein und außerdem nimmt ſie von

lebenden Perſonen Daguerreotypien auf.

Ja ſo und Jüdin?

Ja, eine ganz rechtgläubige Israelitin, antwortete der Graf.

Du kennſt Sie?

Ein wenig. Der Graf konnte ſich 2 6 ent⸗