Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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kommener Unkenntniß, als ſie da ſaß und plauderte

mit der Oberſtin und der Kammerräthin, ſowie mit

ein Paar anderen Damen, die etwas ſpäter ange⸗ kommen waren.

Nun, meine beſte Oberſtin, Du haſt wohl dieſen Sommer eine agreable Reiſe nach der Schweiz gemacht? fragte eine der Damen.

Einen recht angenehmen Ausflug. Ich war in Geſellſchaft mit Deinem Sohn, beſte Sophie. Erwarteſt Du ihn bald zurück?

Seik ihrer Rückkehr nach Schweden hatte die Oberſtin die Profeſſorin nicht getroffen.

Ende nächſter Woche.

Aber, meine ſüße Sophie, was ſagſt Du zu ſeiner Liebe zu jenem Mädchen da? Iſt das nicht eine ſeltſame Phantaſie von einem ſo jungen und verſtändigen Mann?

Von welcher Liebe ſprichſt Du? fragte die Profeſſorin, welche an dem freudeſtrahlenden Ge⸗ ſichte ſah, daß ſie etwas Unangenehmes zu ſagen hatte.

Darüber kannſt Du unmöglich in Unkennt⸗ niß ſein, meine ſüße Sophie; aber vielleicht iſt es ein Geheimniß. Dein Sohn hat ſie, ſeit ſie von Schweden abgereist ſind, treulich begleitet. Die Urſache, warum er ſeinen Aufenthalt im Auslande verlängerte, war ja einzig und allein die, daß er ſie wieder hierher begleiten wollte.

Von wem ſprichſt Du? Die Profeſſorin zog unmerklich die Augenbrauen zuſammen.

Du lieber Gott, ſollteſt Du, ſeine Mutter,

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