Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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dazu beſtimmen zu laſſen, daß ſie das vergaß, was das Glück ihrer Tochter erforderte.

Nachdem ſie auf dieſe Weiſe argumentirt und es ihr vollkommen gelungen war, ihre etwas aus dem Gleichgewicht gerathenen Gefühle zu beruhigen, war die Profeſſorin ganz mit ſich ſelbſt zufrieden, und dachte nicht ohne Befriedigung daran, wie es ihr jetzt geglürkt ſei, die Hoffnungen des Doctors ganz und gar zu vernichten, und zu gleicher Zeit zu zeigen, daß ſie die Herrſchende ſei, obgleich er keck genug geweſen, behaupten zu wollen, daß Alber⸗ tine ihr nicht gehorchen ſolle.

Des Donnerstags empfing man immer Beſuche bei der Profeſſorin und obgleich Ihre Gnaden um keinen Preis haben wollte, daß man Albertinens verweintes Geſicht zu ſehen bekäme, ſo hatte ſie doch nichts dagegen, wenn einige ihrer Freundinnen ſie trotz dem ſchlechten Wetter beſuchen wollten.

Der Wunſch Ihrer Gnaden wurde erfüllt; denn die Kammerräthin Solkrans und die Oberſtin Straal⸗ ſtierna kamen wirklich, obgleich es regnete und ſtürmte.

Wo iſt die kleine Braut?

Albertine iſt ein wenig unwohl und muß ſich auf ihrem Zimmer halten, antwortete die Profeſſorin.

Gerade als die würdige Dame dieſes äußerte, ſchlich ihre Tochter die Treppe hinunter und verließ das elterliche Haus. Einſam, ohne daß ſie Jemand begleitete, war Albertine in Sturm und Regen fortgegangen, bis ſie vor Richards Thor ſtand.

Ueber alles dies war Ihre Gnaden in voll⸗