13
Folge mir darum und kehre in Deine Heimath zurück.
Dieſe Worte wurden mit einem Ausdruck in der Stimme geſagt, wie ihn nur die Liebe zu verleihen vermag.
— Zu meiner Mutter!— rief Albertine.
— Nein, zu Deinem Vater.
— Ach! Richard, Du kennſt ihn nicht, wie ſchwach er gegenüber meiner Mutter, wie vergeßlich betreffs ſeiner Pflichten gegen ſeine Kinder er iſt.
— Albertine! Habe Vertrauen zu mir, und glaube es, wenn ich Dir ſage: Ich werde Dir in ihm einen wirklichen Schutz geben.
Wir wollen jetzt kurz darüber Rechenſchaft ab⸗ legen, was ſich ſeit der Reiſe nach Rönby zuge⸗ tragen..
Bei ihrer Ankunft in der Hauptſtadt hatte die Profeſſorin, trotz der beſtimmten Weigerung der Tochter, ihre Verlobung mit dem Grafen Storm⸗ hjelm proclamirt; der Machtſpruch der Mutter hatte indeſſen Albertine nicht dazu bewegen können, den Verlobungsring zu tragen, oder irgendwie ihr Be⸗ nehmen gegen den Grafen zu ändern. Sie war eiskalt und redete ihn nie mit einem anderen Na⸗ men an, als„Graf.“
Die Profeſſorin war aufgebracht und ſah der Ankunft des Sohnes in der Hauptſtadt mit innerer Verzweiflung entgegen, weil ſie genau wußte, daß


