Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Proſa; und wir werden erſt dann recht lächerlich, wenn wir etwas Anderes daraus machen wollen, als es wirklich iſt.

Die Maſorin küßte die Stirne des Sohnes, welche brennend heiß war. Noch eine Weile ſprach ſie mit ihm in ihrer milden und liebevollen Weiſe, ſo daß er endlich lächelnd verſicherte, daß ſie ein ganz kluger und geſchickter Arzt ſei.

Beim Mittagstiſch fehlte der Doctor. Er war auf Abſchiedsbeſuche hinausgefahren, da er noch den⸗ ſelben Abend die Gegend zu verlaſſen gedachte. Der Arzt in der Stadt hatte verſprochen, den Dienſt zu verſehen, bis der neue Stellvertreter ankäme.

Aber an der Stelle des Doctors befand ſich, als die Profeſſorin hereintrat, eine ganz andere Perſon im Saale, welche ihr ebenſo vielen Aerger als je der Doctor verurſachte. Es war nämlich Minna.

Der Major nahm das junge Mädchen bei der Hand, führte ſie zu der Profeſſorin und ſagte:

Hier iſt Deine Tante, Kind! Danke ihr für das, was ſie bis Dato für Dich gethan, denn von jetzt an werde ich, Dein Onkel, es ſein, welcher Dich in ſeinen Schutz nimmt.

Minna ſtand vor der Profeſſorin, zitternd und mit niedergeſchlagenen Augen, ohne es zu wagen, ihre Hand zu nehmen, oder ſich ihr zu nähern.

Ich habe nie Herrn Ekeberg als meinen