Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Schwager anerkannt, und ich werde auch nicht ſein

Kind als meine Schweſtertochter anerkennen. Mam⸗ ſell iſt mir übrigens keinen Dank ſchuldig; wenn ſie will, kann ſie ihren Dienſt verlaſſen.

Ja ſo, Sophie, Du ſingſt aus dem Tone! Nun wohl, dann ſage ich Dir, daß weder ich, noch meine Kinder Dich je als unſere Verwandte betrach⸗ ten werden. Es iſt nicht genug, daß Du dieſes arme Kind ſchon tief gedemüthigt haſt, indem Du ihr, die doch Deine Schweſtertochter war, in Deinem Hauſe einen Platz unter Deinen Dienern anwieſeſt. Du willſt ſie noch fortwährend herabſetzen und ver⸗ letzen, aber ſiehſt Du, ſo etwas darf in meinem Hauſe, unter meinem Dach nicht geſchehen, ſondern Du verläßt...

Papa, um Gottes Willen! Sage nicht mehr, rief Jenny halb weinend.

Guſtav, erinnere Dich, daß Du als Wirth und Bruder Deiner Schweſter Achtung ſchuldig biſt.

Seien Sie ſo gut und laſſen Sie ihn fort⸗ fahren, meine Schwägerin! Ich brauche keine Ver⸗ mittlerin zwiſchen meinem Bruder und mir, fiel die Profeſſorin hochmüthig ein.

Darin haſt Du Recht, da Dein Bruder Mann genug für ſeinen Hut iſt, um einem herzloſen Weibe, wie Du biſt, offen ſagen zu können, daß er ſein Haus für viel zu gut für ſie hält.

Komm, Albertine, ich habe der Grobheiten genug, und mein Fuß wird nicht mehr über dieſe Schwelle kommen.

Schon am folgenden Tage machte die Profeſſorin