Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Dich verwirrt, indem Du glaubſt, der Gegenſtand der Gefallſucht eines ſo ſchönen Mädchens zu ſein, indem Du Dir einbildeſt, daß ſie ſich ſo viel Mühe geben würde, um einen ſiebzehnjährigen Knaben als Anbeter zu gewinnen?

Wahrlich, Mama, ich kann ihr Benehmen nicht anders deuten, fiel Arvid heftig und mit glühenden Wangen ein.

Aber ich kann es, mein Sohn! Sie betrach⸗ tete Dich als ein Kind, dem ſie, ohne Gefahr ver⸗ kannt zu werden, Wohlwollen zeigen, und alle die Vorrechte zu Theil laſſen werden könnte, welche man ſo gern einem jungen Menſchen einräumt; Vorrechte, die ſie indeſſen nicht gegen einen der anderen Herren zeigen konnte, ohne gefallſüchtig zu erſcheinen.

Niemals fiel es Albertine ein, daran zu denken, daß Du, ein Jüngling, der kaum aus den Kinder⸗ jahren herausgetreten, eitel genug ſein würde, ihre Freundlichkeit als eine Aufmunterung, als einen Beweis, daß ſie ſich in Dich verliebt, aufzunehmen. Ich verſichere Dich, daß wenn Du anfingeſt, mit Albertine von Deiner Neigung zu ſprechen, ſo würde ſie ſich kaum des Lachens enthalten können. Siehe ja zu, mein einziger Arvid, daß Du Dich nicht der Lächerlichkeit Preis gibſt, ſondern denke mit Ruhe an das, was zu Deinem Frieden dienlich iſt. Nehme Dich wohl in Acht, während der Reiſe nach Stock⸗ holm und auch bei Deinen Beſuchen bei Tante, eine andere Rolle zu ſpielen als Deine eigene, nämlich die eines beſcheidenen und lebensfriſchen Jünglings. Das Leben iſt kein Roman, ſondern eine deutliche

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