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reit, uns verſchiedene Urtheile über uns ſelbſt zuzu⸗ flüſtern. Ich bin vollkommen überzeugt, daß Du in dieſer Entzückungsperiode Dich oft mit dem an ſich unſchuldigen Vergnügen unterhielteſt; dein eigenes Bild im Spiegel zu betrachten. Genug, Deine ge⸗ ſchmeichelte Eigenliebe machte Dich an Deinen Erfolg bei Deiner Couſine glauben und beſchäftigte Dich ſo oft und ſo lebhaft, daß du damit endeteſt, Dich in allem Ernſt für verliebt in ſie zu halten.
Wieder hielt die Majorin inne, aber Arvid blieb ſtill. Sie hob wieder an:
— Ich will über Deinen Zorn bei der Entdeckung, daß Albertine den Doctor liebte, hinweggehen. Ich glaubte wirklich, daß Du durch dieſes Ereigniß von Deiner kindiſchen Neigung geheilt werden würdeſt, aber ich finde jetzt, daß Du den Schluß Deines klei⸗ nen Romans für viel zu trivial hieltſt, wenn Du nicht demſelben den Effect einer großartigen Eifer⸗ ſucht beifügen konnteſt.
— Du haſt jetzt längere Zeit über eine Ange⸗ legenheit nachgegrübelt, eine recht effectvolle Scene herbeizuführen. Siehſt Du, mein Junge, ich habe beſchloſſen, daß Du Dich weder vor Albertine, noch vor irgend einem Andern lächerlich machen ſollſt. Darum will ich Dich über dies und jenes aufklären, das Du in Deiner Verblendung gänzlich überſehen haſt. Fürs Erſte, was glaubſt Du, daß der Grund ſei, daß Albertine ſich fortwährend auf eine ſo in die Augen fallende Weiſe benommen hat?
— Gefallſucht; das Verlangen, mit mir die Zahl ihrer Anbeter zu vermehren.
— Kind! Siehſt Du nicht ſelbſt, daß Dein Dünkel


