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— Aber Arvid, in Deinem Alter ganze Stun⸗ den unbeſchäftigt in der Einſamkeit zuzubringen, iſt nicht brav oder nützlich. Man überläßt ſich dann krankhaften Träumereien, welche verderblich auf die jugendliche Friſche wirken, die in Deinem Alter die Gefühle auszeichnen ſoll.
Die Phantaſie ſpielt ohnedieß eine ſo große Rolle in der Jugend, daß man nicht unnöthigerweiſe ihr Nahrung geben und dodurch über ſich und Andere Illuſionen hervorrufen darf. Nein, mein Junge, Du mußt in einer lebendigen Thätigkeit Deine Freude ſuchen.
Nur für den Unbeſchäftigten, für den Müßig⸗ gänger iſt die Zeit lang— und bei ihm ſtellt ſich früher oder ſpäter Unzufriedenheit mit ſich ſelbſt und Anderen ein.
— Wenn ich nach Carlberg komme, werde ich arbeiten, ſtammelte Arvid.— Du ſollſt ſehen, daß ich Dir Ehre mache.
— Daran zweifle ich nicht. Thäte ich das, Ar⸗ vid, ſo würde ich mich ſehr unglücklich fühlen.— Aber, mein Sohn, obgleich Du es ſelbſt nicht glaubſt, ſo biſt Du doch nicht recht geſund.
— Daß Mama das ſagen kann! Ich ſpüre ja nicht das mindeſte Unwohlſein.—
Arvid ſtand auf.
Die Majorin lächelte.
— So, deſto beſſer iſt es. Ich will gewiß nicht eigenſinnig in meiner Behauptung ſein, daß Du eine Taſſe Fliederthee mit darauf folgenden Kampher⸗ tropfen fürchteteſt. Sei indeſſen in dieſer Beziehung ruhig und ſtütze Deinen Kopf gegen meine Schulter,


