Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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laſſen ſollte, und er nebenbei das einzige der Kinder war, gegen welches die Profeſſorin ſich gnädig ge⸗ zeigt, ſo war es ziemlich ſicher, daß er während ſeines Aufenthalts auf Carlberg ſeine Verwandten in Stockholm beſuchen würde.

Veranlaßt durch alles dieſes, beſchloß die Majorin, eine ernſte Unterredung mit ihrem Sohn zu haben, beſonders da ſie noch keine Ahnung von der plötz⸗ lichen Abreiſe ihrer Schwägerin hatte, ſondern glaubte, daß Arvid, einem früher gefaßten Beſchluß gemäß, mit ſeiner Tante und Couſine reiſen würde.

Als die Majorin bei Arvid eintrat, lag er der Länge nach auf dem Sopha und hatte einen Shawl über die Bruſt gelegt, welchen die Majorin ſogleich als einen Albertine gehörigen erkannte.

Biſt Du krank, mein Junge? fragte die Majorin und trat zu dem Jüngling hin, welcher ſich beim Eintreten der Mutter ſogleich erhoben hatte.

Nein, Mama, ich befinde mich vollkommen wohl. Warum glaubſt Du, daß ich krank bin? Er faßte die Hand der Mutter, welche ſie langſam über ſeine Stirne führte.

Darum, weil Du, der Du ſonſt ſo gern mit dem Vater in der Gegend herumſtreifteſt, jetzt Deine meiſte Zeit auf Deinem Zimmer zubringſt. Sage mir, Kind, fehlt Dir etwas?

Ach, Mama, was ſollte mir hier in der lieben Heimath fehlen, wo Alles, Alles von Deiner Zärtlichkeit und Fürſorge ſpricht?

Die Majorin hatte ſich hinter den Sohn geſetzt und er lehnte ſeinen dunkellockigen Kopf gegen ihre Schulter.