Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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mir etwas Derartiges erlaubt hätte. Wenn dem ſo iſt, mein Herr ſo hat Ihr eigenes Benehmen, Ihre Unverſchämtheit mir das Recht dazu gegeben.

Erlauben Sie, daß wir dieſes Geſpräch ſchließen. Ich werde nie anerkennen, daß in meiner Liebe eine Unverſchämtheit liege, und noch weniger gebe ich zu, daß irgend ein Menſch das Recht hat, mich zu beleidigen. Daß ich geduldig hier geblieben bin, während Sie Beſchuldigungen gegen mich mach⸗ ten, welche für meine Ehre verletzend ſind, kommt daher, daß ich, der Gärtnersſohn, Ihnen, gnädige Frau, zeigen wollte, wie ein Mann mit Bildung ſich gegen ein Weib aufführt, ſelbſt wenn dieſes Alles vergißt, was der ſimpelſte Tact fordert. Und jetzt, gnädige Frau, erlauben Sie, daß ich mich entferne.

Ein Wort, damit ich auf einmal Ihren Illu⸗ ſionen ein Ende mache! Meine Tochter heirathet in drei Monaten den Grafen Stormhjelm.

Das heißt, Sie wollen es. Aber Fräulein Albertine wird trotzdem nie eine Gräfin Stormhjelm werden!

Werden Sie auch jetzt noch ſagen, daß Sie mich nicht beleidigen, da Sie behaupten, daß meine Tochter ſich weigern wird, zu gehorchen.

Ich habe nur meine perſönliche Ueberzeugung ausgeſprochen. Ihre Tochter wäre ein ſchwaches, verächtliches Weib, ohne Bewußtſein ihrer eigenen Menſchenwürde, falls ſie vor Gottes Altar hintreten und einem Manne Treue und Liebe ſchwören könnte, den ſie weder liebt, noch hochachtet. Ach, gnädige Frau, es iſt nicht der blinde Gehorſam, ſondern die Schwartz, Zwei Familienmütter. I. 20