Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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des Fräuleins anzuhalten. Nein gnädige Frau! ich wende mich an den, welcher ein größeres juridiſches Recht hat, in dieſer Beziehung einzuwilligen, an den Vater Albertinens.

Das geht zu weit! Nicht genug, daß Sie mir trotzen, Sie beleidigen mich auch.

Mit Ihrer Erlaubniß, gnädige Frau, ich habe weder Jemanden beleidigen können, noch kann ich je dazu kommen, Jemanden zu beleidigen, am aller⸗ wenigſten ein Frauenzimmer. Im Gegentheil glaube ich während unſeres Geſprächs den Vorzug vor Ihnen an den Tag gelegt zu haben, daß ich die Beſonnen⸗ heit und die Mäßigung, welche Sie das Recht haben, von einem gebildeten Manne zu fordern, nicht ein einziges Mal überſchritten habe.

Wenn Sie das, was geſagt worden iſt, im Ge⸗ dächtniß durchgehen, werden Sie nicht ein einziges Wort finden, durch welches ich im Geringſten die Achtung vergeſſen hätte, welche ich Ihnen ſchuldig bin. Glauben Sie indeſſen nicht, daß das daher kommt, daß ich Sie durch Ihre Geburt für über mir ſtehend halte. Nein, gnädige Frau, ich erkenne keine andere Ueberlegenheit an, als die, welche Bildung und erhabene Geiſtesgaben uns ſchenken. Und ich weiß zu wohl, daß Niemand, welcher dafür angeſehen ſein will, dieſe Vorzüge zu beſitzen, ſich bis dahin vergeſſen darf, daß er verletzt. Es ſind nur die rohen Menſchen, welche nicht gelernt haben, ihre Leidenſchaften zu beherrſchen, welche in ihrer Zugel⸗ loſigkeit die Gefühle ihrer Mitmenſchen mit Füßen treten und ſchonungslos ſie zu demüthigen ſuchen. Sie ſcheinen behaupten zu wollen, daß ich