Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Albertine vermiſcht; indeſſen iſt es fruchtlos, Sie davon überzeugen zu wollen. Sie werden meine Liebe von dieſem Geſichtspunkte betrachten und Sie mögen es thun. Aber ich wiederhole noch einmal, daß ich nie daran gedacht habe, als der Freier Ihrer Tochter aufzutreten, bevor meine ökonomiſche Lage mich über jeden Verdacht erhoben hat, als wenn meine Wahl durch irgend einen elenden Eigennutz geleitet würde. 3

Mein Herr, Sis ſind wirklich ſo verblendet, daß Sie faſt Lachen erregen; denn ſo glänzende Aus⸗ ſichten Sie auch haben mögen, ſo werden dieſelben Sie doch nie zu einem Vermögen führen, welches dem⸗ jenigen gleich kommt, das meine Tochter nach ihren Eltern zu erwarten hat. Das Erbe, welches Ihr Vater, mein Gärtner, Ihnen hinterlaſſen wird, ſcheint nicht beſonders groß zu werden, da er bei mir für nur 400 Reichsthaler dient.

Benützen Sie den geringen Theil geſunder Ver⸗ nunft, welcher Ihnen übrig geblieben, um die ganze Tollheit Ihrer Anſprüche auf die Hand meiner Toch⸗ ter einzuſehen. Denn meine Einwilligung zu einer ſolchen Verbindung erhält ſie nie. An dem Tage, an welchem ſie gegen meinen Willen Ihre Frau wird, werde ich ſie ſofort enterben und als ein meiner unwürdiges Kind verſtoßen.

Der Doctor ſtand auf, verbeugte ſich zwar kalt, jedoch artig vor der Profeſſorin und ſagte langſam:

Jetzt, da ich Ihre Meinung gehört, iſt kein weiterer Grund vorhanden, daß ich mich an Sie wende, wenn ich einſt, ohne des Eigennutzes be⸗ ſchuldigt zu werden, im Stande bin, um die Hand