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Albertine hatte mit einem Ausdruck und einer Lebendigkeit geſprochen, die jedem ihrer Worte ein fürchterliches Gepräge der Wahrheit verlieh.
— Nicht einmal dieſe entſetzliche Schilderung kann mich dazu bewegen, von Ihrer Hand abzu⸗ ſtehen. Mein Fräulein, nur gegen einen ſchwachen und feigen Mann wagt eine Frau in einer ſolchen Geſtalt aufzutreten, wie Sie ſie geſchildert. Ich bin weder ſchwach noch feig. Ich bin ein Mann, der ſchwer zu beſiegen iſt, und ein Gatte, den man unmöglich ändern kann, denn ich werde Sie beherr⸗ ſchen, wenn nicht durch Liebe, wenigſtens durch Furcht. Und ſollte auch mein Leben an Ihrer Seite eine Hölle auf Erden werden, ſo iſt doch der Wurf gethan.— Sie müſſen die Meinige werden.
— Ich werde nie die Ihrige. Nie wird man mich zwingen können, Ihnen meine Hand zu reichen.
— Sie wollen alſo dem Willen Ihrer Mutter trotzen?
— Nein, aber ich will mich dagegen auflehnen.
— Vielleicht durch einen öffentlichen Scandal, den ſie Ihnen nie verzeihen wird.
— Nein, Herr Graf, aber ich werde wiſſen, meine Rechte zu vertheidigen.
— Sagen Sie lieber, die Rechte des Doctors. Nehmen Sie ſich in Acht, Albertine! In meiner Hand ruht Ihre Ehre; ein Wort von mir genügt, um Sie aus dem geſellſchaftlichen Kreiſe, in welchem Sie jetzt leben, auszuſtoßen, und vor der Welt als ein Mädchen zu brandmarken, welches durch einen ſtrafbaren Liebeshandel ihren guten Namen und Ruf befleckt hat. Schließlich werden Sie, allge⸗
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