Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Die Jugend war unter den Linden in Hofe ver⸗ ſammelt.

Bei der Ankunft des Grafen ſtürzte Arvid fort . ſeinem Platz und verließ plötzlich die Geſell⸗ ſchaft.

Als man ſpäter am Abend eine kleine Prome⸗ nade machen wollte, bot der Graf Albertine ſeinen Arm. Mit Fleiß ließ er die Anderen einen bedeu⸗ tenden Vorſprung bekommen, ſo daß die Worte, welche er und Albertine wechſelten, von keinem unbe⸗ rufenen Zeugen aufgefaßt werden konnten.

Ihre Mutter, Fräulein Albertine, beliebten mir mitzutheilen, daß Sie Ihre Einwilligung zu unſerer Verbindung gegeben.

Der Blick des Grafen tuhte auf Albertine mit all dem Ausdruck, den er demſelben zu geben ver⸗ mochte.

Sie täuſchen ſich, Graf Stormhjelm! meine Mutter hat Ihnen ſo etwas nicht ſagen können. Ich habe gegen meine Mutter Ihren Antrag in ebenſo beſtimmten Ausdrücken abgelehnt, wie geſtern gegen Sie ſelbſt; Sie haben gewiß ihre Meinung mißver⸗ ſtanden. Nein, mein Fräulein, ſie hat geſagt: Sie haben mein Verſprechen und das breche ich nie. Weiter hat ſie bemerkt: Sie gehorcht mir.

Nehmen wir einen Augenblick an, daß ſie geſagt hat: daß ich gehorche. Sollten Sie wirk⸗ lich ein Weib zur Frau haben wollen, welches nur aus Gehorſam Ihnen die Hand reichte?

Ja, falls ich, wie jetzt, es auf keine andere Weiſe erhalten könnte.