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ſchwollenen Stirnadern konnte man ſehen, daß ſein Zorn auf dem Wege war auszubrechen
— Was ſoll dieſes Verhör bedeuten?— rief
die Profeſſorin heftig.— Unſere Schweſter iſt vor neunzehn Jahren geſtorben, und das iſt Alles, was Du zu wiſſen brauchſt. Uebrigens bin ich nicht ge⸗ ſonnen, mich weiteren inquiſitoriſchen Fragen zu un⸗ terwerfen.
— Ja ſo, Du, willſt mir nicht alle die Aufklä⸗ rungen geben, die ich zu erhalten wünſche. Nun wohlan, dann werde ich, bei Treu und Ehre, mir dieſelben ſelbſt verſchaffen. Ich reiſe morgenden Tags nach Stockholm und werde die genaueſten Un⸗ terſuchungen anſtellellen. Du ſcheinſt mich für einen zweiten von Krug anzuſehen, aber Du hätteſt Dich erinnern ſollen, daß ich vom ſelben Blute bin wie Du, wenn auch das meinige ein bischen beſſer, ein bis⸗ chen geſunder iſt, als das Deinige. Wenn ich etwas will, ſo will ich es mit vollem Ernſt, und jetzt will ich über Charlottens letzte Schickſale Beſcheid haben, und werde ihn auch haben, ſollte ich auch Jahre meines Le⸗ bens daran verwenden müſſen.
Der Major war aufgeſtanden.
— Höre mal, Guſtav, willſt Du Skandal ma⸗ chen? Willſt Du mich durch dieſe Nachforſchungen bloßſtellen, oder was iſt Deine Abſicht?
— Ich will die Wahrheit wiſſen; kann ich ſie nicht ohne Skandal herausbekommen, ſo mag es ſein! Aber ich ſchwöre bei meiner Ehre, daß ich früher, ſpäter in dieſer verwickelten Geſchichte klar ſehen werde.


