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— Beim Teufel warſt Du es mit Deinem dum⸗ men Hochmuth und Deinen Tollhausideen. Glaubſt Du, daß es irgend einen vernünftigen Menſchen gibt, welcher ſolchen Phantaſien ſeine Achtung ſchenkt? Nein, keiner, kein einziger! Du, liebe Schweſter, biſt um ein ganzes Jahrhundert hinter Deiner Zeit zurück. Aber laſſen wir das. Du haſt außerdem Unrecht gehabt, daß Du Dich in meine Wahl einer Gattin haſt miſchen wollen, und das habe ich Dir verziehen. Ich bin ein beneidenswerther glücklicher Ehemann, habe Kinder, die mir Freude machen, und eine Frau, auf die ich ſtolz ſein kann. Es würde mich ſehr freuen, wenn Schwager Krug das, was ich von meiner Frau geſagt, von Dir ſagen könnte; aber ich bezweifle es ſehr. 3
— Iſt es Deine Abſicht, mich zu beleidigen?— fragte die Profeſſorin und richtete ſich auf.
— Keineswegs; aber Du wirſt es doch ertragen können, die Wahrheit von Deinem einzigen Bruder zu hören, und es kohnt ſich nicht der Mühe, daß Du Dich ſo ſtolz vor mir emporrichteſt, denn dergleichen Geberden machen auf mich keine Wirkung.— Auch iſt es nicht der Mühe werth, daß wir uns jetzt är⸗ gern, ſondern uns in aller Freundſchaft trennen, beſonders da ich jeder Unterredung mit Dir ausge⸗ wichen bin, um nicht mit Dir in Fehde zu gerathen.
— Du biſt gar zu artig,— antwortete die Pro⸗ feſſorin in beleidigendem Tone.
— Ja, bei meiner Ehre, artiger, als Du Grund hatteſt zu erwarten; aber noch einmal, laſſen wir das Thema. Ich wünſchte eigentlich über Charlot⸗ tens Schicſal und Tod etwas Näheres von Dir zu
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