Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Füßen fallen, ihre Kniee umfaſſen, und um Scho⸗ nung bitten mögen; aber ſie blieb doch aufrecht ſtehen, weil ſie einſah, daß Bitten hier ohne Wir⸗ kung ſein würden.

Nach einer langen Pauſe, die nach dem Schluß der Rede Albertinens eintrat, bemerkte die Profeſſo⸗ rin mit ihrer kalten und unbeweglichen Stimme:

— Ich hatte es mir ſelbſt als eine Pflicht auf⸗ erlegt, Dein ganzes entehrendes Bekenntniß ruhig anzuhören, aber ich habe jedes Wort deſſelben in meinem Gedächtniß verborgen, um mich immer der ganzen Größe Deiner Schamloſigkeit gegen Deine Mutter erinnern zu können.

Höre und bewahre nun Du Deinerſeits meine Worte:

Meine Einwilligung zu einer Verbindung mit dem Sohne meines Knechts erhältſt Du nie; aber ich bin nebenbei als Mutter ſtark genug, um meine Tochter zu verſtoßen, zu verachten und auch zu ver⸗ fluchen, falls ſie unwiderruflich an einer ſolchen er⸗ niedrigenden Neigung feſthalten ſollte.

Ich würde im Stande ſein, ſie ohne Schonung aus meinem Hauſe zu jagen, ſie der allgemeinen Verachtung preiszugeben und ſie bis zu meinem Tode als meine Tochter zu verläugnen.

Dein Bekenntniß hat meinen Entſchluß in Be⸗ ziehung auf den Grafen noch feſter gemacht, und um Dir ſowohl wie mir alle weitere Auftritte zu er⸗ ſparen, will ich Dir nur kurz mittheilen, daß Deine Hochzeit in vier Monaten in entſprechender Weiſe gefeiert werden wird.

Wage indeſſen nicht den Unwillen des Grafen