Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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durch Deinen Eigenſinn gelingen werde, mich dazu zu bringen, von meinem Entſchluß abzuſtehen; aber Du täuſcheſt Dich grauſam.

Du haſt Dich nicht gutwillig meinem Willen fügen wollen. Nun, wohlan, antworte mir, Fräu⸗ lein von Krug, welche erniedrigende Verbindung iſt es, welche Dich zu den Stelldichein bei der Hütte des Waldhüters veranlaßte?

Ah, die Röthe auf Deiner Wange iſt ein ent⸗ ſetzliches Zeugniß gegen Dich. Du haſt es alſo ge⸗ wagt, einen Mann zu lieben, deſſen Dein eigener Stolz ſich ſchämt, einen Mann, deſſen Namen weder Du noch ich ausſprechen kann, ohne uns zu ernied⸗ rigen. Du biſt tief gefallen, daß Du für einen Menſchen von niedriger Geburt haſt Liebe fühlen können, den Du als Deiner unwürdig vor der Welt verläugnen mußt.

Beim Beginn der Ausfälle der Mutter, waren die Wangen Albertinens von einer dunkeln Röthe übergoſſen worden; beim Schluß derſelben wurden ſie blaß wie eine Lilie.

Mit eiskaltem Blicke und dumpfer Stimme fiel ſie ein:.

— Wer iſt derjenige, welcher behauptet, daß Doktor Bergſtröm meiner unwürdig ſei? Welches Mädchen würde ſich wohl zu ſchämen brauchen, daß es einen Mann liebt, welcher ſo hochherzig ſo edel, ſo geiſtreich und ſo in jeder Beziehung über die Menge erhaben iſt, wie er? Ich wenigſtens nicht.

— Unglückliche!— rief die Profeſſorin und er⸗ griff Albertine an beiden Armen;— Was wagſt Du mir, Deiner Mutter, zu ſagen?