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möglichen Rückſicht ſpreche, denn ich brauchte nur ein Wort zu ſagen, um Dich vor Scham zerſchmet⸗ tert zu meinen Füßen zu bringen.
Aber ich bin ſchonend geweſen, ich habe als Mutter über Dich ſiegen wollen, und ich erwarte nun auch, daß Du als Tochter aus Dankbarkeit für meine Güte Dich bereitwilligſt meinen Wünſchen fügſt, beſonders da dieſer Wunſch nur Dein eigenes Wohl, Deine Heirath mit einem reichen und hoch⸗ gebornen Mann betrifft.
— Für Mama's Abſicht, mich glücklich zu ma⸗ chen, werde ich immer eine tiefe Dankbarkeit empfin⸗ den. Aber das Glück, welches Mama mir bietet, iſt kein Glück für mich. Ich ſchätze ererbte Ver⸗ dienſte gering und finde kein Glück im Reichthum. Noch mehr, den Mann, welchen Mama zu meinem Begleiter durch's Leben auserſehen, verachte und verwerfe ich. Er iſt ein Mann ohne Ehre und ohne Herz. Denn nur ein Mann ohne Ehre und Herz kann die Hand eines Mädchens begehren, welches ihm ſelbſt beſtimmt erklärt hat, daß ſie nie ihr Ge⸗ ſchich mit dem ſeinigen vereinigen wird; und dieſes, Mama, habe ich einmal Graf Stormhjelm offen geſagt.
— Albertine, nehme Dich in Acht!
Die Hand der Profeſſorin ſchloß ſich feſt um den Arm der Tochter.
— Du haſt es alſo gewagt, den Antrag des Grafen auszuſchlagen?
— Ja, und ſo lange meine Lippen zu ſprechen vermögen, werde ich ihn ſtets zurückweiſen.
— Ah, Du unartiges Kind, glaubſt, daß es Dir


