Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Verſprechen; es iſt mein Wille, daß Du ſeine

Gattin wirſt.

— Alles dieß habe ich ſowohl gehört als verſtan⸗

den, beſte Mama. Aber mit aller Achtung vor dem erklärten Willen der Mama, kann ich mich doch nun und nimmermehr in denſelben fügen; ich werde nie die Frau des Grafen Stormhjelm.

— Nicht einmal, wenn ich Dir befehle, es zu werden!

Die Profeſſorin erhob ſich und blieb mit der

Hand auf dem Tiſche ruhend ſtehen.

— Nicht einmal dann.

— Aber wenn ich Dich zwinge? —ch werde mich nicht zwingen laſſen. Ich habe einen heiligen Schwur gethan, nur dem Manne

zu gehören, den ich liebe, und den Grafen kann ich

nicht einmal hochachten, geſchweige lieben.

— Vor wem haſt Du dieſen Schwur geleiſtet?

Vor mir wenigſtens nicht.— Die Profeſſorin that einen Schritt gegen die Tochter. — Vor Gott habe ich ihn gethan.

— Genug jetzt mit Deklamationen! Höre ſtatt

deſſen, was ich Dir zu ſagen habe: Du ſollſt Dich mit dem Grafen verheirathen; dieſes iſt mein uner⸗ ſchütterlicher Wille, mein unabänderlicher Beſchluß. All Dein Widerſtand dient zu Nichts. Wenn ich eine Sache beſchloſſen, muß ſie geſchehen; auf irgend eine Weiſe ſetze ich meinen Willen durch, das weißt Du.

Mit mir zu ſtreiten, dient zu Nichts, Du wirſt ſchließlich doch gezwungen, Dich vor meinem Willen

zu beugen. Du hörſt, daß ich mit Ruhe, mit aller