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man immer der ungehörigen Neugierde der Nach⸗ barn ausgeſetzt iſt. Setze Dich. Was ich Dir mit⸗ zutheilen habe, iſt von einer ſolchen Beſchaffenheit,
daß man derartige Gegenſtände nicht gern ſtehen⸗
den Fußes verhandelt.
Albertine ſetzte ſich.
— Von Deiner zarteſten Kindheit an habe ich immer gewünſcht, eine paſſende Wahl Deines künfti⸗
gen Gatten zu treffen. Bei der Erziehung, welche
Du erhalten, bei den Grundſätzen, welche Du ein⸗ geſogen und bei der geſellſchaftlichen Stellung, die Du einnimmſt, hatte ich allen Grund, auf einen Gatten zu rechnen, welcher ſowohl an Geburt wie an Vermögen hoch über der Menge ſtand. Ich will meine einzige Tochter mit einem Mann ver⸗ heirathet ſehen, welcher mir Ehre und unſerem Na⸗ men Glanz verleiht. Du ſiehſt, daß ich wie eine zärtliche und kluge Mutter an Deine Zukunft ge⸗ dacht.
Die Profeſſorin hielt inne, gerade als wenn ſie Albertine Gelegenheit geben wollte, mit einigen Aus⸗ drücken der Dankbarkeit für ihre mütterliche Zärt⸗ lichkeit zu danken, aber die Tochter ſchwieg. Nur durch eine ſtumme Verneigung des Kopfes gab ſie zu erkennen, daß ſie die ſtattliche Einleitung zu dem, was die Mutter zu ſagen hatte, gehört.
— Jetzt habe ich endlich einen Mann gefunden, welcher durch ſeine Jugend, ſein Aeußeres, ſeine Bil⸗ dung und vor Allem durch ſeinen Rang und ſein Vermögen, mir ein paſſender Schwiegerſohn und ein ſolcher Gatte für Dich iſt, wie ich ihn immer ge⸗ wünſcht.
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