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zur Antwort: Das Ganze ſei ein durchaus grund⸗ loſes Gerede. Charlotte hätte zwei Jahre vor ihrem Tod nach Kopenhagen reiſen müſſen. Bei ihrer Rückkehr nach Stoctholm ſei ſie ſehr ſchwach geweſen und nach ſechsmonatlichem Aufenthalt in der Haupt⸗ ſtadt geſtorben.
— Nun, dann weißt Du ja Alles das.
— So ſcheint es; aber ich habe von ein paar Freunden, welche zu jener Zeit in Sophiens Haus kamen, gehört, daß jene Angaben nicht wahr ſeien, ſondern daß Charlotte heimlich das Haus ihrer Schweſter verlaſſen und ſich heimlich mit einem Manne nach Kopenhagen begeben, welchen ſie liebte, den aber die Schweſter nicht als ihren Freier anerkennen wollte, weil ſeine Stellung im Leben ihren Anſprü⸗ chen nicht genügte. Du weißt, daß Sophie und ich mehrere Jahre Feinde geweſen, und das iſt der Grund, daß ich keine weiteren Nachforſchungen be⸗ treffs Charlotten gemacht. Sie war todt, und wozu — dachte ich— ſollte es dienen, ſolche traurige Sachen wieder aufzurühren? Neunzehn Jahre ſind ſeit jener Zeit verfloſſen; da aber jetzt wieder die Erinnerung an die Dahingeſchiedene rege gemacht worden iſt, ſo werde ich noch der Schweſter Sophie dergeſtalt zuſetzen, daß ſie gezwungen werden ſoll, die Wahrheit zu reden.
— Das trifft ja herrlich, da ich auch etwas habe, um welches ich Dich in Beziehung auf Tante Sophie bitten möchte.
Siehſt Du, Papa, das junge Mädchen, Minna, welches die Tante mit ſich gebracht hat, kann ſie nicht gut leiden, während dagegen Minna, welche


