Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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— Ja, ich glaube, bei meiner Ehre, daß Du Recht haſt. Sie würde verteufelt gut zum Guts⸗ herrn in Rußland gepaßt haben, und zwar mit der Knute als Symbol ihrer Gewalt.

— Ich bin derſelben Meinung, Papa, aber ich erfuhr doch noch nicht, was für gute Sachen Fritz auf Stjernebro geſchrieben.

— Leſe ſelbſt.

Jenny las:

„Herr Major!

Fragen Sie doch die Profeſſorin, welches das Schickſal Ihrer jüngeren Schweſter geweſen; doch nicht in meinem Namen, ſondern in Ihrem eigenen. Ich weiß beſtimmt, daß die Profeſſorin die nöthige Aufklärung darüber geben kann. Den Grund, warum ich wünſche, daß Sie dieſe Frage an ſie richten, werde ich Ihnen mündlich angeben.

Jetzt, wie immer, Ihr ergebener . Fritz Silfverkrona.“

— Das war gerade keine beſondere Aufklärung, Papachen! Aber kennſt Du denn nicht ſelbſt das Schickſal Deiner Schweſter?

— Nein. Es iſt ungefähr dreizehn Jahre her, daß ſie ſtarb, und damals war ich im Auslande. Du weißt, daß ich nach einer heftigen Bruſtentzün⸗ dung ein wärmeres Klima beſuchen und dort ein Jahr verweilen mußte. Inzwiſchen ſtarb Charlotte. Als ich zurückkam, ſchwatzte man von einer Liebe, welche ſie gehabt; ja man behauptete ſogar, daß ſie verheirathet geweſen; als ich aber deshalb an Sophie ſchrieb, in deren Haus ſie ſich ſeit deren Heirath aufgehalten hatte, und ſie darüber fragte, erhielt ich