Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Du nur dann auf mich rechnen kannſt, wenn Du treu und eifrig biſt.

Ja, das weiß ich. Martha knirte und ſah ſcheinheilig aus.

Jetzt will ich heraushaben, wie Albert jenes unglückliche Geheimniß erfahren hat. Du ſollſt mir das zu wiſſen verſchaffen.

Wie ſoll das zugehen?

Denke darüber nach, wer mit dem Elenden, der des Mädchens Vater iſt, in Berührung war und ſuche Dich der Namen des Geſindels jenes ganzen Geſchlechts zu erinnern.

Ich werde mein Möglichſtes thun. Gibt es etwas Weiteres, was Eure Gnaden befehlen?

Nein, ſchicke Minna herauf.

Sturzſeen von Vorwürfen ſtrömten aus den Lip⸗ pen der ſo tief beleidigten Frau über die arme Minna, und erſt nachdem ſie das junge Mädchen gedemüthigt und reuevoll vor ſich im Staube hatte kriechen ſehen, that ſie, als wenn ſie ſich bewegen ließ, ſie im Hauſe zu behalten.

Beim Mittagstiſch ſaß die Profeſſorin gerade und ſteif auf ihrem Platz, und die Ermahnungen an den Mann wurden in einem ſchärferen und här⸗ teren Ton, als ſonſt gemacht. Die Lippen waren dünner und mehr zuſammengepreßt, als ſonſt. Der Blick, den ſie von Zeit zu Zeit auf den Sohn warf, ſchien bis in die Tiefe ſeiner Seele dringen zu wollen. Die Tafel war ſtiller undslangweiliger als gewöhnlich.

Albertine hatte wegen der Unordnung in ihrem Zimmer und weil ſie eine ganze Viertelſtunde über