Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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eilte auf die Treppe hinaus mit dem Ausdruck tie⸗ fen Schmerzes in dem vor Kurzem ſo fröhlichen Geſicht.

Die Profeſſorin von Krug war in dem kleinen Boudoir, das vor ihrem Schlafgemach lag, ins Sopha zurückgeſunken und murmelte vor ſich hin:

Und ich, die ich jenes Geheimniß begraben zu haben wähnte. Ich, die ich glaubte, daß es mit ihr im Grabe ſchlafe. Wie hat er es erfahren?

Martha trat ein. Ihre Gnaden richtete ihre Augen mit einem durchbohrenden Ausdruck auf ſie.

Hör mal Martha, Du wirſt wohl nicht ſchwei⸗ gen können? Du haſt von der Todten mit mei⸗ nem Sohn geſprochen? Glaubſt Du, Daß ich Dir Deine Schwatzſucht verzeihen werde, ſo täuſcheſt Du Dich.

Euer Gnaden, ſo gewiß wie ich hoffe ſelig zu werden, habe ich ſeit jenem Abend, wo Sie mich bei ihrem Sarge ſchwören ließen, nie den Namen der Todten über meine Lippen kommen laſſen.

Und doch weiß Albert, weſſen Kind Minna iſt.

Kein Menſch hat es durch mich erfahren; darauf kann ich vor dem Altar einen Eid ablegen. Eure Gnaden, welche mich ſchon ſeit Ihrer Mäd⸗ chenzeit zur Dienerin gehabt, müßten die alte Martha kennen und wiſſen, daß ſie ſchweigen kann.

Gut, das iſt brav! Du weißt auch, daß