Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Dich nicht in meine Angelegenheiten. Du weißt, daß ich das nicht dulde. Mein Haus und meine Leute regiere ich und Niemand ſonſt.

Gehen Sie, Martha ſagte Albert in einem kurzen befehlenden Ton zu der alten Mamſell. Er trat hinein in Albertinens Zimmer, verſchloß die Thüre und ſagte dann in ruhigem Tone:

Noch einmal, Mama, verzeihen Sie Minna; erinnern Sie ſich, daß ſie unſer Haus unmöglich verlaſſen darf oder wird.

Wird ſie nicht, darf ſie nicht? ſchrie die Profeſſorin. Ja wohl! das wirſt Du zu ſehen bekommen⸗

Albert beugte ſich zu der Mutter herab und flüſterte ihr einige Worte ins Ohr. Die Profeſſorin fuhr zuſammen, als wenn ſie Jemand mit einer Na⸗ del geſtochen, und ſtarrte ihren Sohn eine Weile an; allein ſie faßte ſich ſofort und ſagte in einem kurzen, ſcharfen Ton zu Minna:

Gehe ſie hinunter in ihr Zimmer und bleibe ſie dort, bis ich ſie rufen laſſe. Schicke ſie Martha herauf.

Steif und gerade ging die Profeſſorin aus dem Zimmer und in das ihrige.

Dank! flüſterte Minna und wollte Al⸗ berts Hand an ihre Lippen führen.

Du haſt nicht viel zu danken, liebe Minna; aber wenn Du um Deinen Platz hier ſo beſorgt biſt, ſo führe Dich weniger widerſpenſtig auf und zeige fernerhin mehr Unterwürfigkeit und Ehrfurcht gegen meine Mutter.

Das verſpreche ich, ſtammelte Minna und