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ſtände aufs ſchrecklichſte durch einander geworfen waren.
— Iſt's erlaubt zu wiſſen, was das für ein Leben iſt, das ſie hier führt! Ich glaube wahr⸗ haftig, daß es die Kleider meiner Tochter ſind, die ſie anhat. Aber das muß ein Irrthum ſein; eine ſolche Unverſchämtheit iſt von einem Domeſtiken in meinem Hauſe nicht denkbar.
Bei dieſen Worten glühte eine hohe Röthe auf den Wangen des jungen Mädchens: ſie warf der Profeſſorin einen herausfordernden Blick zu und ant⸗ wortete unerſchrocken:
— Ich habe wirklich Albertinens Hut und Man⸗ tille an.
— Wer gibt ihr Erlaubniß, meine Tochter ſchlecht und recht Albertine zu nennen,— ſchrie die Pro⸗ ſ und trat dem jungen Mädchen einen Schritt näher.
— Das iſt eine Gewohnheit, die ich von der Kindheit her beibehalten,— antwortete Minna trotzig und nahm den Hut und die Mantille ab. In dem⸗ ſelben Augenblick fiel die Hand Ihrer Gnaden mit einem klatſchenden Schall auf die Wange des jun⸗ gen Mädchens und ſie rief:
— Unverſchämte, Du ſollſt gleich aus meinem Hauſe!
— Soll ich gleich einem Hunde weggejagt wer⸗ den,— rief das arme Mädchen mit von Thränen und Aerger glänzenden Augen.
— Ja, Du biſt ein undankbares Ding, mit ſchlechten Sitten und einem frechen Betragen. Ich habe aus Barmherzigkeit mich lange genug mit


