benehmen, wenn ich einſt das Ziel meiner Hoffnungen erreiche und vor dem Altar dem Einzigen, den ich je geliebt, meine Hand reiche.
— Und ich wäre dieſer erhabenen Liebe nicht werth, wenn ich je aufhören würde, Dich zu lieben. †
Richard legte Albertinens Hand auf ſein Herz und fügte hinzu:
— So lange dieſes Herz ſchlägt, werden deſſen Schläge Dir allein gehören; und wenn das Schick⸗ ſal uns trennen ſollte, wenn die Verläumdung Dich zwingen wollte, mir zu mißtrauen, ſo ſchwöre mir, in Deiner Seele nie dem Zweifel Raum zu laſſen,. ſondern laſſe den Glauben an mich Deiner Liebe zur Seite ſtehen und ſie gegen die finſtern Mächte des Argwohns beſchützen; erinnere Dich vor Allem, daß ich Dich nie hintergehen werde!
— Das verſpreche ich. Der Verluſt des Glau⸗ bens an Dich würde der Todesſtoß für meine Liebe ſein. Ach Richard! Wenn Du wüßteſt, wie hoch ich Dich in meinen Gedanken ſtelle, wie blind mein Ver⸗ trauen zu Dir iſt!
Noch eine Weile ſetzten ſie dieſes zärtliche Ge⸗ ſpräch fort, bis ſie plötzlich durch einen Wagen, wel⸗ cher in den Hof hineinfuhr, unterbrochen wurden.
— Meine Mutter!— rief Albertine und erhob ſich heftig von der Bank.
Leb' wohl, meine Geliebte,— flüſterte Richard und entfernte ſich, nachdem er noch einmal einen herz⸗ lichen Kuß auf die Hand des jungen Mädchens gedrückt.
Albertine, welche während der Unterredung die Zeit vergeſſen hatte, erinnerte ſich mit Schrecken,
7 tödten, oder mir den Eindruck meines Glückes zu 3 .


