Einwilligung eine Reihe von Jahren warten müßte, ſo will ich, von der Hoffnung getröſtet, daß ich einſt, wenn auch ſpät, Deine Gattin werde, geduldig und treu ausharren.
— Aber wird die Zeit nicht Deine Gedanken zum Schwanken bringen und während eines lang⸗ wierigen Kampfes Deinen Muth ſchwächen?
— Niemals... Den Richard, welchen ich im Alter von ſechszehn Jahren liebte, werde ich bis in den Tod lieben. Die Zeit, vermag nicht eine Liebe wie die meinige zu vernichten. Nein, ſie iſt mit meinem Herzen verwachſen. Die Zeit kann meinen Wangen Jugend und Schönheit rauben, aber aus meinem Herzen kann ſie nicht die Liebe zu meinem Richard verjagen.
— Und darf ich wohl ein ſolches Opfer anneh⸗ men, darf ich verlangen, daß Du aus Liebe zu mir Dich namenloſen Schmerzen und Qualen unterwerfeſt und daß die fröhlichen Tage Deiner Jugend unter einem vergeblichen Warten auf die Verwirklichung eines kindlichen Traumes von Glück und Wohlfahrt dahinſchwinden ſollen? Und endlich, falls Du, meine jetzt ſo ſchöne und üppige Roſe, einſt das Ziel, nach welchem Du ſtrebſt, erreichſt, dann iſt vielleicht die Fähigkeit Dein Glück zu genießen für immer in Dir erloſchen.
Albertine legte ihre Hand auf ſeinen Arm, rich⸗ tete ihre dunkeln Augen mit einem Ausdruck tiefen Ernſtes auf ihn und antwortete:
— So lange Du mich liebſt, gibt es keine Qual, die ich nicht mit Geduld ertragen werde, und keine Leiden werden im Stande ſein, meine Gefühle zu


