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hält, aber man täuſcht ſich. Ueberall, wo ich, ohne dem Rechten zu nahe zu treten, mich ihrem Willen habe fügen können, habe ich es gethan; und ich habe oft meinem Gefühle Gewalt angethan und die aufrühreriſchen Gedanken in meiner Bruſt erſtickt, damit ich ſie nicht durch einen zweckloſen Streit reizte oder darin meine eigenen Kräfte vergeudete. Aber wenn es heilige, für meine Zukunft theure Intereſſen gilt, dann werde ich Kraft haben zu kämpfen. Dieſer Kampf wird vielleicht entſetzlich werden; aber Gott, welcher in meinem Herzen liegt, weiß, daß dieſes Herz es nie zugeben wird, daß man es verkauft, mag es nun aus Hochmuth, oder wegen irgend eines welt⸗ lichen Vortheils geſchehen. Ich wäre feig und ver⸗ ächtlich, würde ich je aus ſchwächlicher Empfindelei den Willen eines anderen Menſchen als Geſetz für mich in einer ſo wichtigen Angelegenheit, wie die Wahl eines Gatten gelten laſſen.
— Aber, meine geliebte Albertine, ſelbſt wenn Dein Muth und Deine Standhaftigkeit es vermögen ſollten, dem Willen Deiner Mutter beim Eingehen einer Ehe zu widerſtehen, ſo würde es Dir doch nicht gelingen, ihre Einwilligung zu einer Verbindung mit mir zu erhalten.
— Es iſt wahr, daß ich dieſe Einwilligung nicht in dieſem, nicht im nächſten und nicht im Jahre da⸗ rauf erhalten werde; aber wir ſind ja jung, wir können warten, und ich fühle, daß wenn ich nicht eher ihre Einwilligung erhalte, ſo wird es doch dann, wenn Du als ein ausgezeichneter und geſchickter Arzt Dir allgemeine Achtung und einen hochgeehrten Na⸗ men gewonnen. Ja, und wenn ich auch auf dieſe
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