ter, ſo ſcharf und ſo ſpitz wie ein Dolch.— Ich glaube, es ſprach eine große Dummheit aus, und ich verbitte mir eine ſolche Denkweiſe und derartige Aeußerungen. Sie ſind für ein Mädchen von Fa⸗ milie unpaſſend und enthalten eine gränzenloſe Miß⸗ achtung der Eltern, welche Dir das Leben gegeben und eine erhabene Stellung in der Geſellſchaft ge⸗ ſchenkt haben. Jetzt ſchlug die Uhr Eins. Die Profeſſorin legte ihre Strickerei zuſammen; aber Albertine fuhr fort zu ſticken. — Hörſt Du nicht, daß die Uhr ſchlug?— fragte die Mutter. — Ich bitte mir zu erlauben, noch einige Stiche zu thun, denn ſonſt komm ich aus der Rechnung heraus und muß mir neue Mühe geben, wenn ich wieder anfangen ſoll. — Das geſchieht nicht. Lege die Arbeit ſo⸗ fort weg. Albertine legte mit einem Seufzer ihre Näherei zuſammen. Ein Bedienter erſchien in der Thüre und ſagte: — Der Wagen Eurer Gnaden iſt vorgefahren. — Gut!— antwortete die Beherrſcherin des Hauſes. Der Bediente zog ſich zurück und Frau von Krug bemerkte, indem ſie ſich an ihre Tochter wandte: — Du wirſt heute eine Stunde im Garten ſpa⸗ zieren gehen. Ich werde einige Beſuche machen. Gehe nun hinauf und ſetze Deinen Hut auf! Um zwei Uhr iſt es die Stunde für Deine Muſikübun⸗ gen. Lebwohl!
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