Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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ausdrückſt, und wenn Du Dich irrſt in der Bedeu⸗ tung der Worte, ſo thue ich es wenigſtens nie.

Ich bitte um Verzeihung, ich irrte mich, ſtammelte die Tochter.

Hierauf folgte eine ziemlich lange Pauſe, wäh⸗ rend welcher Frau von Krug die vor ihr ſtehende Uhr anſah.

Haſt Du bemerkt, daß dieſer Herr Gärtner einen Sohn hat? hob Frau von Krug wieder an.

Nein, das habe ich nicht.

Aber bei dieſer Antwort brannten die Wangen Albertinens im höchſten Purpur, ohne daß die Frau Mama jedoch darauf Acht gab.

Das iſt ganz natürlich. Wie ſollſt Du der⸗ gleichen Leute kennen oder irgend eine Kenntniß von ihren verwandtſchaftlichen Verhältniſſen haben. Mit mir verhält ſich das ganz anders; ich bin gezwun⸗ gen, jeden derjenigen genau zu kennen, die in meinem Dienſte ſind, damit kein Uebelberüchtigter mein Haus verunziere.

Die Profeſſorin führte ihr Taſchentuch mit einer Bewegung unbeſchreiblicher Würde an die Naſe.

Es iſt indeſſen wirklich empörend hob ſie wieder an, zuſehen zu müſſen, daß ſolcher Leute Kinder ſtudiren ſollen und ſomit eine Stellung in der Geſellſchaft zu erzwingen ſuchen, die mit den⸗ jenigen, die wir als von guter Familie beſitzen, gleich gut iſt. Jener Gärtnersſohn ſoll Arzt werden.

Das iſt ja ganz achtungswerth, daß man durch ſeine Kenntniſſe ſich zu adeln ſucht.

Was hat das Fräulein geſagt? rief Frau von Krug und ſchleuderte einen Blick auf die Toch⸗