Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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Gemüthlichkeit um ſich zu verbreiten; und dies Alles bloß deshalb, weil ſie auf den Einfall gekommen war, das Publikum mit ihren lehrreichen Romanen unterhalten zu wollen.

Milner empfand Etwas gleich einem Schauder bei dem Gedanken, daß ſeine hübſche, blühende und muntere Calla eine ſolche ſchriftſtellernde Maſchine werden ſollte, die damit enden würde, halbverrückt auszuſehen und ganz verrückt zu werden.

Gewiß waren ſolche Gedanken ſehr niederſchla⸗ gend für den armen Landmann, welcher das Solide hier im Leben liebte und das Dichten nur als ein Spiel in müßigen Stunden betrachtete.

Er begann von Calla's Liebe zu Erland zu ſpre⸗ chen, welche er Milner) ſelbſt wahrgenommen hatte, ſowie von ihrer Pflicht, ſich zu verheirathen, von Er⸗ lands glänzenden Eigenſchaften, vonGold und grü⸗ nen Wäldern, Alles in der lobenswerthen Abſicht, ihre Gedanken von den tollen Schriftſtellerideen ab⸗ zulenken.

Lch, mein Kind, Erland würde ſterben, wenn er Dich nicht zur Gattin bekommt, ſchloß Mil⸗ ner, welcher das gute Herz ſeiner Tochter kannte.

Papa, ich habe niemals geſagt, daß ich mein Leben unverheirathet zuzubringen gedenke; es wird davon abhängen, ob Erland und ich unſere Ideen in Einklang bringen können; aber auch das wird mich nicht abhalten, auf dem Wege fortzuwandeln, den ich mir vorgezeichnet, um Licht über die unglück⸗ liche Stellung meines Geſchlechts zu verbreiten.

Calla wurde hier unterbrochen, denn die Poſt kam und Milner mußte das Felleiſen öffnen. Es