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— Verlaſſe mich. Wir werden den Nachmittag weiter mit einander ſprechen.
— Du biſt doch nicht böſe?— fragte Eliſe.
— Gehe, und erinnere Dich, daß wenn Du ein⸗ mal die Bühne betreten haſt, Du nie mehr über meine Schwelle kommen darfſt,— antwortete er und ſchob ſie von ſich.
Fliſe entfernte ſich ganz unruhig.
Milner und Calla waren allein. Der Vater ſaß gedankenvoll da und ſchien ganz die Anweſenheit der andern Tochter vergeſſen zu haben. Ein unter⸗ drückter Seufzer entrang ſich ſeiner Bruſt. Nach langem Schweigen blickte er auf und ſah Calla, welche mit zärtlicher Theilnahme ihre Blicke auf den Vater gerichtet hatte.
— Was ſagſt Du von dem da? Habe ich nicht Grund mich glücklich zu ſchätzen, da eines meiner Kinder erklärt, mir nicht gehorchen zu wollen?
Milner ſprach mit Bitterkeit. Er ſtand auf und fing an im Zimmer auf und ab zu gehen.
— Aber, Papachen, das iſt ja kein Grund ſich zu grämen,— antwortete Calla, ſprang hin zum Vater und legte ihre Hand auf ſeine Schulter, indem ſie heiter hinzufügte:
— Denke Dir nur, welche Freude und welcher Stolz es für uns Alle ſein würde, wenn Eliſe einſt eine ebenſo berühmte Sängerin wie Jenny Lind würde.— Denke Dir: Deine Tochter eine zweite Jenny Lind!
— Höre mal, Mädchen, ein Mal für alle Mal. Ich will keine Künſtlerin zur Tochter haben. Ich will nicht von dergleichen Dingen ſprechén hören. Schwartz, Die Emancipations⸗Manie. I. 12


