Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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Auf einem von den Fußſteigen, welche von Kol⸗ linge ausgingen, hörte man leichte haſtige Schritte im Sande. Der Mond ſchien mild vom Septem⸗ berhimmel herab und beleuchtete die ganze Gegend. Von der entgegengeſetzten Seite konnte man auch raſche, aber ſchwerere Tritte unterſcheiden. Die Ge⸗ henden näherten ſich beide dem Pavillon. Auf der Ebene vor dem Pavillon begegneten ſie ſich.

Diejenige Perſon, welche von Kollinge herkam, war eine weibliche Figur, die in einen Shawl ge⸗ hüllt war, der ſie faſt vollſtändig verbarg; diejenige, welche von der anderen Seite kam, war ein Mann in einem kurzen über die Schulter geworfenen Man⸗ tel und einen Strohhut auf dem Kopf. Das Alter des Mannes war ſchwer zu beſtimmen, weil der Mantel zur Hälfte das Geſicht verdeckte. Sein Haar ſah hellgrau aus, aber das konnte vom Scheine des Mondes herrühren; denn ſein Gang war jugendlich.

Als ſie ſich begegneten. nahm letzterer den Hut ab und das Haar ſah ganz ſilberweiß aus.

— Hier bin ich jetzt, meine Schülerin,— ſagte er mit wohlklingendem Organe.

— Ich bin Ihnen, mein Lehrer, im hohen Grade für all die mir bewieſene Güte verbunden. Ich kann Ihnen meine Freude nicht beſchreiben, die ich bei der Nachricht von Ihrer Ankunft in Strömsfors em⸗ pfand, und wie entzückt ich war, als ich dieſen Mor⸗ gen Ihren Brief unter dem Steine fand. Dieſer Brief giebt uns die Hoffnung, daß meine Träume verwirklicht und die Stunde meiner Befreiung bald ſchlagen werde.