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ſunden Raiſonnement eines Mannes verwechſeln kann?— fragte Harald und lachte. — Was dieſe„Schmiererei“ betrifft, ſo zeugt
dieſelbe von zu großer Unkenntniß, um von einem
Manne verfaßt ſein zu können.
— Es iſt wirklich widerlich, Dich anzuhören,— rief Calla.
— Worin liegt das Widerliche? Du, Calla, wirſt doch keine Sympathie für dergleichen lächerliche Ideen fühlen?
— Und wenn ich es thäte, ſo wäre das Etwas, was Dich nicht intereſſiren könnte, denke ich.
— Im Gegentheil, es intereſſirt mich im höchſten Grade,— ſagte Harald.
— WVillſt Du wiſſen, welche Art von Perſon ich
in Verdacht habe,„Eure Stellung wie ſie ſein ſollte“
zuſammengeflickt zu haben?
— Rein, laß mal hören, wie ſcharfſinnig Du
rathen kannſt.
Calla zerpflückte haſtig eine Blume.
— Jo, eine alte Gouvernante, welche erſt lange, jedoch vergebens einen armen Mann zu erhaſchen ſuchte; als aber das mißglückte, was ſollte die arme Perſon denn thun? Nun, mit Raſerei ein Geſchlecht angreifen, welches ſich ſo undankbar gegen ſie ge⸗
zeigt, und dann auftreten, um ihr eigenes zu eman⸗
cipiren. Ah! ſie wollte demſelben eine glücklichere Stellung im Leben bereiten, als die iſt, vergebens nach einem Mann ſeufzen zu müſſen. Sie ſchägt ja in ihrer Arbeit vor, daß Ihr, wie nach dem Bei⸗ ſpiel der Heldinnen, ſelbſt freien ſollt.— Wie doch Tante Barbro u. A. von der Idee werden entzückt


