Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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146.

nicht unter unſerem eigenen Geſchlecht, welche unter dem Vorwand des Eifers für das allgemeine Wohl, durchaus Revolutionen hervorrufen wollen, ohne daß ſie ſelbſt wiſſen, was ſie damit zu verbeſſern wün⸗ ſchen.— Sie glauben Vaterlandsliebe an den Tag zu legen, wenn ſie nur die Regierung angreifen und Gott und den König geringſchätzen.— Und jetzt kommen ſolche ſchreibſüchtige Weiber und verwirren die Begriffe bei ihrem Geſchlecht und wollen, daß daſſelbe ſeine Beſtimmung verlaſſen ſoll. Ich meine, ihre Begriffe wären vorher ſchon ſchief, und brauch⸗„ ten nicht noch ſchiefer zu werden. Falls das Schick⸗ ſal mich zum Regenten gemacht hätte, ſo würde ich verſucht ſein, eine ſolche Wahnſinnige in ein Irren⸗ haus einzuſperren.

— Das wäre doch wohl etwas zu ſtreng. Das ganze Beginnen iſt ja ſo toll, daß es nur den Spott herausfordert.

Am Abend darauf finden wir Harald im Gar⸗ ten von Kollinge, wo Calla zufälligerweiſe allein war. Man ſprach vom Beſuch am Tage vorher und ſcherzte ein wenig über die Nachbarn. End⸗ lich holte Harald das eben erſchienene Buch hervor.

— Liebe Calla,— ſagte er,— Du, die Du Madame Stasl und George Sand ſtudirſt, mußt dieſe neue Probe der weiblichen Schöngeiſterei leſen.

Harald reichte ihr das Buch. ₰

Ein ſehr ſtarker Purpur übergoß nicht allein Calla's Geſicht, ſondern auch ihren Hals und Nacken⸗

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