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liebe, von Liebe ſpreche, ohne daß ich demſelben zu gleicher Zeit meine Hand bieten kann.
— Da ſind Deine Gefühle nicht ſehr glühend, — ſagte Erland kalt.
— Nein, nicht glühend, aber tief, ernſt und treu.— Die Leidenſchaft iſt eine Uebertreibung, welche durchaus unnatürlich iſt; ſie nimmt ſich des⸗ halb gut im Romane aus, aber paßt nicht für die Wirklichkeit, und iſt übrigens kein Beweis für die Liefe und Dauerhaftigkeit unſerer Gefühle.
— Hat aber Calla, wenn Du ihr künftig Deine Hand anbieteſt, ihr Herz einem Anderen geſchenkt, wie würdeſt Du dann Dein Schickſal ertragen?
— Wie ein Mann, hoffe ich.— Die Vorſehung hatte ſie nicht für mich beſtimmt. Nun gut, ich werde meine Thätigkeit, meinen Eifer zu nützen ver⸗ doppeln und es wird mir gewiß gelingen zu ver⸗ geſſen, daß ich mich im Glück verrechnet hatte.
— Das iſt ſeltſam phlegmatiſch.
— Du irrſt Dich, mein Bruder. Sehe ich phleg⸗ matiſch aus?— fragte Harald, und wandte ſich gegen Erland mit ſeinem heiteren Geſicht.
— Meinſt Du wirklich, daß in meinen Hand⸗ hen und in meiner Liebe zur Arbeit Phlegma iegt*
— Mongel an Schwärmerei, und die Ueberzeu⸗ gung, daß Alles, was geſchieht, ſo am beſten iſt.—
WMein lieber Erland, die letztere Anſicht ſollte bei Dir als Pfarrer mehr Wurzel geſchlagen haben, als bei mir.
Erland lächelte melancholiſch und doch mit einem gewiſſen Uebermuth, indem er antwortete:


