Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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Harald hatte ſich in einen Schaukelſtuhl geſetzt, in welchem er mit finſteren Blicken und geſchloſſenen Lippen ſich nach dem Eſſen Motion machte.

Der Capitain wandelte im Saale auf und ab und ſchielte von Zeit zu Zeit nach dem Neffen, in⸗ dem er hoffte, daß dieſer das Schweigen brechen ſollte; aber Harald fuhr fort zu ſchweigen und mür⸗ riſch auszuſehen.

— Beim Donner, was für eine Flagge haſt Du aufgehißt?— fragte der Capitain endlich. Er fing an ſich bei Haralds Schweigen ungemüthlich zu fühlen.

— Ich habe keine Flagge aufgezogen; ich dachte nur daran, Onkel meine und Erlands Abſicht mitzutheilen, dieſen Nachmittag nicht nach Kollinge zu fahren, ſo amüſant es auch wahrſcheinlich dort werden wird, und ſo gern ich Milners einen Beſuch abſtatten möchte.

— Und warum beliebt es den Herren nicht, dort⸗ hin zu reiſen? wenn ich fragen darf.

Der Capitain fühlte eine wirkliche Freude dar⸗ über, ſeinen inneren Unwillen, den Urda's Thränen erweckt hatten, Luft machen zu können.

— Weil ich und Erland den Beſchluß gefaßt haben uns nie in Urdas Geſellſchaft zu zeigen, ſo lange ſie durch ihren unpaſſenden Anzug und ihr unweibliches Benehmen den Leuten das Recht gibt, ſie mit Geringſchätzung zu betrachten.

— Zum Teufel! willſt Du Aufruhr machen, ſo werde ich Dich und den Heuchler Erland——

Harald erhob ſich mit einem ernſten Ausdruck

und ſagte:

— Onkel, ich ſpreche im Ernſt! hören Sie des⸗ 4*