Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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Ich möchte doch den ſehen, der darüber eine Bemer⸗ kung zu machen hat.— Ich werde, wenn Du es willſt, dem gnädigen Herrn ſagen, daß Du ſämmt⸗ liche Katzen der ganzen Welt todtſchießen darfſt, und das gerade vor ſeiner Naſe.— Weine nur nicht, mein Mädchen! Ich verſpreche Dir, den Jungen ganz ernſtlich zu kielhohlen.

Während der Capitain ſeine verzärtelte Tochter tröſtete und beruhigte, nahm Barbro die Leiche von Miezchen, ſteckte ſie unter den Rock und trippelte ganz unbemerkt damit hinaus.

Im Hofe begegnete ſie Harald.

Komm, mein Junge, ich habe etwas mit Dir zu ſprechen,— ſagte Tante Barbro und verzog freund⸗ lich lächelnd den Mund.

Harald begleitete ſie hinauf in ihre Stube. Was dort verhandelt wurde, wiſſen wir nicht, ſondern nur, daß Harald, als er Barbro verließ, äußerte:

— Laſſen Sie mich nun ſehen, daß Tante ſie nicht wie einen Tollhäusler angezogen nach Kollinge ſchleppt, und ich verſpreche kein einziges Wort zu ſagen, das Onkel reizen kann.

— Deſſen kannſt Du verſichert ſein.

Beim Mittagstiſch erſchien Capitain Werner mit einer ganzen Gewitterwolke auf ſeiner Stirne, wel⸗ ches andeutete, daß er beim erſten ſpöttiſchen Wort gegen Urda den Kecken damit zu ſtrafen beabſichtigte, daß er die Wolke ſich entladen ließ.

Er hatte ſich vorgenommen, Harald einmal für allemal zurechtzuweiſen. Aber was paſſirte?

Harald ſagte während des ganzen Mittagstiſches kein einziges Wort, ſondern ſaß da ſo ſchweigſam

Schwartz, Die Emancipations⸗Manie. I.