Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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lich pflegte ſie über alle Vorſtellungen Tante Bar⸗ bro's zu lachen. Einige„Ruthenſtreiche“, meinte die Tante, würden gewiß ein vortreffliches Mittel ge⸗ weſen ſein, aber ſo Etwas hatte Urda nie bekommen, und Barbro ſah klar ein, daß es jetzt etwas zu ſpät ſei, mit der Methode anzufangen. Aber unſere gute Hausmamſell hatte ſich's indeſſen in den Kopf ge⸗ ſetzt, kein Mittel unverſucht zu laſſen, durch welches ſie dem Ziele, das ſie ſich geſteckt, um einen Schritt näher rücken könnte, nämlich damit zu ſchließen, die Frau Fabians zu werden. Den Blick auf dieſes Ziel gerichtet wollte Barbro nichts unverſucht laſſen.

Jedermann weiß, daß man mit einem feſten Willen Vieles in dieſer Welt ausrichtet. Damit ſind weit wunderbarere Dinge vollbracht worden, als daß ein vierzigjähriges Mädchen ſich einen Mann ver⸗ ſchafft.

Nachdem Barbro lange über ihren Auftrag nach⸗ gedacht hatte, ſchien plötzlich eine Idee in ihrem Kopf aufzutauchen. Sie ſtand auf, lächelte und ging, um den Capitain aufzuſuchen.

— Vetter Fabian, was war die Meinung mit dem Auftrag betreffs der Kleider Urda's?— fing ſie an.

— Was die Meinung war? Zum Teufel! ich ſollte denken, daß ſie deutlich genug war,— ſagte der Capitain.

— Freilich.— Couſine wünſcht.... Barbro hielt inne.

— Daß Urda anſtändig,— verſtehen Sie mich, Barbro,— gekleidet ſein ſoll. Begreifen Sie jetzt