Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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laſſen, als er ſeine Couſine mit einem ſchwarzen Seidenkleide angethan erblickte; ſo erfreut war er darüber, es überhoben zu ſein,„ſich ihretwegen ſchämen“ zu müſſen, wie er ſich nachher aus⸗ drückte.— Aber Urda's glühendes Geſicht und ge⸗ reizte Miene zeigten, daß ſie nicht im erſten Augen⸗ blick nachgegeben hätte, was auch durch das etwas erhitzte Ausſehen von Tante Barbro beſtätigt wurde. Aber auf der Stirne der würdigen Mamſell ſtrahlte der Stolz der Siegerin, und der Blick, welchen ſie mit Harald wechſelte, ſchien zu ſagen:

— Habe ich nicht ein Wunder verrichtet?

Wir wollen die Geſellſchaft, zu der wir ſofort zurückkehren werden, auf einen Augenblick verlaſſen, um den Leſer darüber aufzuklären, wie Mamſell Barbro ihren Sieg errang.

Als der Capitain, nachem er ſeinen Willen ſo beſtimmt ausgeſprochen, Barbro verlaſſen hatte, ſetzte ſie ſich auf einen Stuhl und grübelte. Es ſtand ihr klar vor den Augen, daß ſie, wenn ſie in dieſem Falle den Wunſch Fabians erfüllen könnte, ihre Ac⸗ tien bei ihm ſteigen würden. Barbro konnte es an ihren fünf Fingern abzählen, daß der Capitain ſelbſt nie die Macht haben würde ſeinen Willen in einem Streit mit Barbro geltend zu machen, und ſie wußte, daß er außerdem aile Auftritte mit der Tochter ver⸗ abſcheute.

Es war eine recht mißliche Sache; denn gewöhn⸗