Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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ich werden, eine ſolche Begleiterin durchs Leben er⸗ halten zu haben.

— Aber in ihrer Aeußerung lag etwas Stolzes, Freimüthiges und Aufrichtiges.

— Ja, freimüthig genug iſt ſie, das weiß Gott! Stolz und aufrichtig auch, aber nebenbei iſt ſie ſo toll und wild, daß ich ſehr befürchte, ſie werde ihr Leben in irgend einem Irrenhauſe beſchließen.

— Das iſt der Fehler des Vaters,— ſagte Erland, während die beiden Brüder auf dem Wege, der nach dem Wohnhauſe führte, weiter gingen.— Er iſt ja ſelbſt ſo gewaltthätig und wilden Gemüths, daß man Nerven von Eiſen haben müßte, um mit ihm auszukommen.

— Du haſt Unrecht, Erland; in ſeiner Bruſt ſchlägt ein warmes und edles Herz. EFrinnere Dich nur, wie er gegen uns gehandelt hat.

— Im höchſten Grade edelmüthig; das werde ich ihm niemals abſprechen; aber ſeine Rohheit und ſeine Heftigkeit verletzen und beleidigen oft ſo ſehr, daß man das Gute über das Böſe vergißt.

— Bah! das iſt kein Fehler, der verletzen darf; der bedeutet weniger als nichts,— Scherze, wenn er brummt, ſpreche Deine Meinung doch unerſchrocken aus, und Du wirſt damit enden, ihn zu lieben und hoch zu achten.

— Unmöglich!— ich kann dieſe innere Scheu nie überwinden, die mich davon zurückhält mich ihn zu nähern. 3

Während die Brüder ihr Geſpräch mit einan fortſetzten, hatte Capitain Werner ſeine Schritte n dem Küchengebäude gelenkt.