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In der Küche fragte er:
— Iſt Mamſell Barbro hier?
— Sie iſt in der Webſtube,— antwortete man.
Im Webſtuhle ſaß Mamſell Barbro und webte mit großem Eifer an einem Stück Leinwand zu Betttüchern.
Wäre Jemand im Stande geweſen die innerſten Gedanken der werthen Mamſell zu leſen, dann würde er bald die Löſung des Räthſels erhalten haben, warum ihr ſo viel darum zu thun war, ſelbſt Hand an dieſes Gewebe zu legen, und woher die Pünkt⸗ lichkeit und Sorgfalt kam, mit welcher ſie dieſe Ar⸗ beit beſorgte. Hätte man ſie gefragt, dann würde die Antwort ſo ausgefallen ſein:
— Das ſollen Brautlacken für Urdg werden. Das Mädchen iſt jetzt alt genug, und man darf wohl daran denken, daß ſie ſich verheirathen muß.
In den geheimen Träumen ihres Herzens betrach⸗ tete Mamſell Barbro es jedoch als eine nothwendige Folge, daß der Capitain, wenn er ſeine Tochtek ver⸗ heirathet ſähe, denken würde:
„Es iſt nicht gut für den Mann, daß er allein ſei“ und wer wäre dann mehr berechtigt Freude und Leid mit ihm zu theilen, als diejenige Perſon, welche im Laufe von mehreren Jahren das Haus⸗ weſen mit Sorgfalt geleitet? Ein natürliches Re⸗ ſultat all dieſer Berechnungen war, daß die umſich⸗ tige Barbro das Gewebe ſo lang machte, daß es auch zu Brautlaken für ſie reichen würde. Daher kam ihre Sorgfalt und Liebe zu demſelben.
Barbro ſah und hörte, daß der Capitain die Thüre öffnete und ſie rief, aber es ſah ſo ungemein


