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„Chassez la nature, elle revient au galop“. (Verjage die Natur, ſie wird im Galop wiederkommen.)
Es wohnte und es wohnt in meinem Innern eine eigene empfindſame Uebertreibung im Gefühle; eine beſondere Neigung, eine von der Wirklichkeit getrennte Welt zu ſchaffen, in welcher ich lebte und lebe, und von welcher ich mich nicht losreißen kann.
In dieſer Welt wird jedes Gefühl bis zu einer wunderbaren Höhe geſteigert! jeder Gedanke nimmt eine ſchönere Geſtalt an; und wenn ich aus der Welt des Gedankens in die Wirklichkeit zurückkehre, dann kommt es mir vor, als wenn ich dort ein Fremdling ſei.
Vergebens ſuche ich in dieſer Wirklichkeit eine Befriedigung meiner dunkeln Sehnſucht, oder Etwas, das den Idealen entſpricht, die mich in meiner Ein⸗ bildung umgeben.—
Glaube nicht, daß ich das Leben verachte, daß ich nicht die ſchöne und weiſe Einrichtung, die ſich darin offenbart, bewundere.
Nein, weit bin ich davon entfernt!— aber ich — ich kann dort nichts finden, was meinen Träumen entſpricht. Doch will ich in dem Beruf, den ich ge⸗ wählt, die Antwort auf meine ſchwärmeriſche Fragen, und in der Lehre, welche ich mit der ganzen Wärme meines Herzens liebe, das Ideal ſuchen, welches ich mir geträumt.
Laß uns deshalb nicht ſtreiten, lieber Harald, ſondern Jeder die Bahn wandeln, die wir uns vor⸗ gezeichnet, und vereint in dem gemeinſamen Streben zu nützen jeder an ſeinem Platz ſo viel thun, wie


