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miſcht ſich doch bisweilen eine gewiſſe Unzufrieden⸗ heit mit den Poeten, weil dieſe Menſchen die Welt verachten, in welcher ſie leben.
Ich begreife es, daß Du Deinem Beruf mit Liebe zugethan biſt; aber ich tadle und mißbillige Deine Gleichgültigkeit gegen die Dich umgebende Wirklich⸗ keit, und ich beklage, daß ideelle Phantaſieen Dich düſter, unwillig und unverträglich gegen die Welt und Deine Mitmenſchen machen. Du biſt mit Leib und Seele Pfarrer, ſei aber dann auch ein chriſt⸗ licher Pfarrer; ſeine erſten und weſentlichſten Tu⸗
genden ſind: Nachſicht, Verträglichkeit und Liebe
zum Rächſten. Lerne ſelbſt und lehre Deine Ge⸗ meinde Gott gerade durch alles Das zu lieben, was hier im Leben von ſeiner Güte ſpricht.
Lenke Dein und ihre Herzen zur Dankbarkeit für das, was uns geboten wird, und laſſe die Schwär⸗ merei Dich nicht zu einer fanatiſchen Bigotterie ver⸗ leiten, durch welche Du abweichen wirſt von den einfachen, reinen, Alles vergebenden und Alles lie⸗ benden Lehren, welche Chriſtus gepredigt.
Du biſt Dichter; warum denn nicht die Wirk⸗ lichkeit beſingen? warum ſie nicht mit den leichten Draperien der Phantaſie malen, ſtatt Dich einem kränklichen und meiner Anſicht nach unwürdigen Klagen über dieſe Wirklichkeit hinzugeben? Warum nur die ſchwindeligen Träume lobpreiſen, welche nur durch ein verſchrobenes und empfindelndes Gefühl hervorgerufen worden? Du miſcheſt die Schlacken weichlicher Klagen in das reine Erz, welches die Natur in Deine Seele niedergelegt hat. Erland ſaß ſtill und in Gedanken verſunken da.


